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Muzeum Karlovy Vary

Heinrich von Könneritz

Heinrich von Könneritz (1483–1551), sächsischer Adliger, Joachimsthaler Berghauptmann (1518–1545) und höchster Münzmeister (1518–1528). Nachdem Stefan Schlick ihn zum Berghauptmann ernannt hatte, ist Könneritz seit Januar 1518 maßgeblich am Aufbau der böhmischen Bergbaustadt beteiligt. Er hat einen gewichtigen Anteil an der Ausarbeitung der Joachimsthaler Bergordnung, die zwischen 1518 und 1541 in Kraft tritt. In seiner Verantwortung liegt der Auf- und Ausbau der Gruben sowie die Entwicklung des Münzprägewesens. Ohne die Zustimmung der sächsischen Fürsten hätte der Thaler nie Zugang zu den deutschen Märkten erhalten. Könneritz‘ Geschick ermöglicht aber die Einführung des Thalers in Sachsen im Sommer 1520. Bis 1528, als die Grafen von Schlick gezwungen werden, das Münzprägerecht an König Ferdinand I. abzutreten, ist Könneritz als Münzmeister in der Prägeanstalt tätig. Seit 1527 arbeitet Könneritz in Joachimsthal mit Georgius Agricola zusammen. Er unterstützt diesen tatkräftig bei seinen Bergbau-Forschungen. Während seiner Wirkungszeit verfasst er auch die Chronik Stadt und ihrer ältesten Gruben. Das Original geht in der Mitte des 19. Jahrhunderts verloren. Abschriften bleiben aber erhalten. Mit der Abtretung der Schlickschen Bergwerke an Ferdinand I. verliert Könneritz 1545 seine Position als Berghauptmann. Er wird Handelsvertreter des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich, bis dieser am Ende des Schmalkaldischen Krieges seinen Kurfürstenrang verliert. Daraufhin zieht sich Könneritz 1547 auf sein Gut nahe Leipzig zurück, wo er 1551 stirbt.