Ruprecht Pullacher († 1563), Einnehmer, königlicher Berater und als Münzmeister 1544 bis zu seinem Tod maßgeblich an der Prägung des Joachimsthaler Thalers beteiligt. Erste Spuren hinterlässt Pullacher 1534 in Linz, als er zum Münzmeister der Münzprägestätte ernannt wird. Er hatte zuvor mehrere Jahre als ihr Verwalter gewirkt. In der neuen Funktion genießt er großes Vertrauen des Königs Ferdinand I., besonders weil er Kontakte zur Bankiers- und Adelsfamilie Fugger unterhält. 1544 wird Pullacher mit Unterstützung des Königs, der sich mit einen außerordentlichen Bestallbrief für ihn einsetzt, zum Nachfolger des Münzmeisters Wolfgang Roll nach Joachimsthal berufen. Dort prägt er fast 20 Jahre lang Münzen. Sein Münzzeichen ist ein gezäumter Kamelkopf, den er auch in seinem Wappen nutzt. Seit 1546 werden die Joachimsthaler Münzen mit einer Jahreszahl versehen. Als angesehene Persönlichkeit wird Pullacher auch in Mathesius´ Sarepta mehrfach mehrmals erwähnt. Er ist in der Spitalkirche in Joachimsthal begraben, wo sein Grabstein als einziger direkt in den Steinboden eingelassen ist, jedoch ohne Inschrift.