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Muzeum Karlovy Vary

Ulrich Gebhart

Ulrich Gebhart (1479/80–1537?), gelernter Goldschmied, nutzt als Graveurzeichen ein Kreuz über einen Halbmond. Aus dem Erzgebirge gebürtig (Schneeberg oder Zwickau) ist er seit 1518 als Münzmeister in Leipzig tätig, um die 1512 geschlossene Münzprägestätte wieder in Betrieb zu setzten. Als Fachmann für die Qualität von Münzen ist er auch am Hof des sächsischen Kurfürsten gefragt. 1519 tritt er in den Dienst der Familie Schlick, um in Joachimsthal eine Münzprägestätte aufzubauen. Er prägt die Groschen, Viertel- und Halb-Thaler sowie Thaler 1519 und 1520. Zurück in Leipzig prägt Gebhart 1522 bis 1526 auch Goldthaler. 1526 kommt er erneut nach Joachimsthal. Nun dient er sowohl der Familie Schlick wie auch König Ferdinand I. als Münzmeister. Bis 1530 sind die Joachimsthaler Münzen sein Werk. Zeitgenossen beschreiben ihn als guten Beamten, der sein Handwerk versteht. Sein künstlerisches Talent zeigt sich am deutlichsten im Portrait der Gedenkmünze für Stefan Schlick. Schließlich geht er einmal mehr nach Leipzig zurück, wo er bis 1532 Münzen prägt. Sein weiterer Lebenslauf ist unbekannt. In den Leipziger Stadtbüchern findet er Erwähnung meist nur noch durch Steuerschulden. Für Oktober 1537 ist der Verkauf seines Hauses durch die Witwe verzeichnet.